Schlagwort-Archive: bewusster Konsum

Das richtige und das gute Leben

 Oder: Warum aus mir wohl nie eine Zero-Waste-Ikone wird.

Stoffwindeln? Verbrauchen viel zu viel Wasser. Versuch's mal mit Windelfrei.

Stoffwindeln? Verbrauchen viel zu viel Wasser. Versuch’s mal mit Windelfrei.

Am Samstag sah ich einen Filmclip über Bea Johnson*, eine Ikone der Zero-Waste-Bewegung. Der Film gibt einen Einblick in das Leben der vierköpfigen Familie Johnson, die in Kalifornien lebt und pro Jahr nur einen Liter Abfall produziert. Zu einem Leben ohn Müll kommt sie mit dem Motte: „Refuse, reduce, reuse, recycle, rot (and only in that order)“ – Ablehnen, Reduzieren, Wiederverwenden, Recyclen, Kompostieren (und nur in dieser Reihenfolge. Die Johnsons lehnen ab, was sie nicht brauchen, reduziere was sie brauchen, verwerte wieder was sie benutzen, recyclen, was sie nicht ablehnen, reduzieren oder wiederverwenden können und kompostieren den Rest. Im Fernsehen sieht ihr Leben sicher noch extremer aus, als es tatsächlich ist. Das Familienauto ist nur kurz zu sehen, das traurige Gesicht ihres Sohnes im Teenageralter, der nie neue Klamotten bekommt sondern nur Second-Hand-Kleidung, dafür um so länger. Fernsehen halt.

Der Film weckte gemischte Gefühle in mir – natürlich wäre es lobenswert, wenn wir als Familie weniger als 30l Müll in der Woche produzieren würden. Weiterlesen

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Weihnachten – Geschenkeflut und neue Traditionen

Die Perlen gab's vom Nikolaus

Die Perlen gab es vom Nikolaus – seit dem sind sie ständig in Gebrauch

Wir sind Vorbilder, gute und schlechte, 24 Stunden am Tag. – Jesper Juul

“Was vermitteln wir unseren Kindern, wenn wir sie zu Weihnachten Geschenke im zweistelligen Bereich öffnen lassen?”
fragte Marlene neulich ihrem Beitrag zur weihnachtlichen Shoppingwut und Werten. Sie beschrieb, wie sie davon träumt, dass ihr Kind ein oder zwei qualitativ hochwertige Geschenke unter dem Tannenbaum öffnet, und dann das verbleibende Weihnachtsfest zufrieden damit spielt. In der Realität öffnet es Geschenk um Geschenk, beachtet den Inhalt kaum und fragt “Mehr?”

Wie wünschen wir uns Weihnachten/Geburtstage/besondere Anlässe?
Im Moment ticke ich noch so, dass physische Geschenke für mich zum Weihnachtsfest dazu gehören, auch wenn es Weihnachten um etwas anderes geht – christliche Traditionen und das Zusammensein mit der Familie. Das Schenken gehört dazu. Ich möchte meinem Kind etwas Gutes tun, Miss Bee Dinge schenken, die ihre Kreativität fördern, oder ihre Geschicklichkeit, ihre Entwicklung, und an denen sie sich erfreut. Weiterlesen

Mein Interview zum Thema „Konsum“ im eMagazin Deutsche Bildung

Ein Beitrag zur Geschichte der Konsumgesellschaft, die wichtigsten Schlagworte zum Thema, die Frage, ob man wirklich jede Woche neue Klamotten kaufen muss und, tada, mein erstes Interview. All das findet Ihr in der aktuellen Ausgabe des eMagazin Deutsche Bildung.

„Profibloggerin“ Dina hat natürlich nicht daran gedacht, einen Link zu meinem Blog in das Interview einzufügen. Ja, ja. Daher: Herzlich Willkommen an alle LeserInnen des eMagazins, die sich auch ohne Link auf meinen Blog verirren.

Wer lesen mag, ob ich Konsum schlecht finde, warum wir unnötige Dinge kaufen, und wie man dies verhindern kann findet das Interview hier. Auch die anderen Beiträge in dem eMagazin sind lesenswert.

eMagazinDas komplette eMagazin Deutsche Bildung zum Thema Konsum herunterladen (5.25 MB pdf)

Der schwarze Freitag und Gedanken zu Geschenken

REalitätscheck of der Oxford Street - ja, die Leute kaufen noch

Realitätscheck of der Oxford Street – doch, Leute kaufen noch Weihnachtsgeschenke

Heute ist “Schwarzer Freitag” – der Tag nach Thanksgiving, der die Vorweihnachtszeit einläutet, und der Tag, an dem regelmäßig Menschen beim Shoppen verletzt werden oder ums Leben kommen (makaber aber wahr ist diesen Vorkommnissen eine eigene Webseite gewidmet – Black Friday Death Count).

Auch ich mache mir langsam Gedanken um die Weihnachtsgeschenke für meine Lieben. Mir fällt es schwer, anderen Geschenke zu machen. Das war schon immer so. Der Versuch, selbst einfacher zu leben, macht es mir nicht leichter. Vielleicht ist mein Anspruch zu hoch. Mein Vater sagte immer, man solle etwas schenken, was dem Anderen eine Freude bereitet, was er sich aber selbst nicht gönnt. Gibt es das eigentlich heute noch? Weiterlesen

Über Herausforderungen und Abgrenzung

frischKannst Du Dich eine Woche nur von Vorräten ernähren? Sieben Tage lang nur von dem, was Du in Deinen (Kühl)Schränken findest – so lange der Vorrat reicht? Ohne vorher einzukaufen, so ganz spontan?

Die August-Challenge auf dem Blog Minima Muse klang mir wie auf den Leib geschneidert. Kreativen Konsumverzicht im kollektiven Selbstversuch, da mache ich mit. Das Hamstergen habe ich von meiner Familie mitbekommen, der Gefrierschrank müsste mal abgetaut werden, und den Küchenschränken will ich schon länger auf den Grund gehen. Und sicherlich kann ich mehr als eine Woche von dem leben, was wir zu Hause haben.

Doch schnell regte sich der Widerstand: Weiterlesen

Einfach mal abschalten?

abschaltenWährend ich neulich mit dem Ziel durch meine Habseligkeiten ging, um 100 Dinge auszusortieren, bestätigte sich, was ich schon länger vermutete – nämlich, dass es im Moment nicht mein physischer Besitz ist, der viel Zeit und Energie in Anspruch nimmt, der aufgeräumt, verstaut und abgestaubt werden will, sondern mein digitales Leben.

Das Internet – Freund oder Feind?

“The internet is both my lifeline and the plastic bag over my head.” sagte Marci Alboher in einem Interview mit Gretchen Rubin. Ich finde das Internet fantastisch. Weiterlesen

Ein einfacher Kleiderschrank

KleiderschrankVor drei Monaten habe ich meinen Kleiderschrank auf 33 Kleidungsstücke verkleinert. Temporär; 3 Monate lang habe ich nun diese Kleidungsstücke getragen. Gestern ging das Experiment zu Ende. Zeit, Resümee zu ziehen.

Es ist ganz einfach
Ich wollte ausprobieren, ob eine kleinere Garderobe hilfreich für mich ist und besser verstehen, warum ich manche Dinge oft und gerne trage, andere wiederum als Fehlkäufe mitsamt dem schlechten Gewissen im Kleiderschrank Platz weg nehmen. Es hat einige Tage gedauert, die Kleidungsstücke auszuwählen, doch es ist sehr viel einfacher, Dinge erst einmal in Kisten zu verbannen als sie gleich weg zu geben. Das Weiterlesen