Archiv für den Monat August 2014

Einfach mal abschalten? Bericht eines Selbstversuchs

wenn offline....

Wenn offline sein immer so schön wäre….

Abschalten ist eigentlich ganz einfach. Man fahre für eine Woche an einen abgelegenen, wunderschönen Ort ohne Internetanschluß. Dank „Analog-Handy“ ist frau von der Internetwelt vollkommen abgeschnitten. Stattdessen bummelt frau allmorgentlich zum Bäcker, geniesst ein ausgedehntes Frühstück, mittellange Wanderungen durch die Schweizer Bergwelt, und Abende auf der Terrasse mit dem Liebsten bei einem Glas Wein.

Zu Hause allerdings ist es mir verdammt schwer gefallen, abzuschalten und mich an meine eigenen Regeln zu halten. Im Vergleich zu einen „regellosen“ Vorhaben, weniger im Netz zu sein, habe ich zwar Fortschritte gemacht doch mein „Wunschzustand“ sieht anders aus (mit Kamin. Und Buch. Und warmem Tee. Und so.)

Einfach mal abschalten?
Anfang des Monats hatte ich mir vorgenommen, einfach mal abzuschalten, das Internet Internet sein zu lassen, um zu mehr innerer Ruhe und Kreaktivität zu finden, statt ziellos Inhalte online zu konsumieren. Weiterlesen

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Mein Minimalismus – Innen, Außen und die Anderen.

 

Mehr Zeit - für einen Besuch im Kinderzoo

Mehr Zeit – zum Beispiel für einen Besuch im Kinderzoo

Ich stamme aus einer Familie von Hortern. Für jede Lebenslage wird vorgesorgt. Mein Elternhaus ist bis unter das Dach voll mit Zeug. Lebensmittel, Klamotten, Möbel, Bücher, Handwerkszeug – es gibt sogar Gasmasken. Das ist erstickend, und total nervig. Das Haus an sich ist schön, man sieht nur kaum noch etwas davon. Nur noch wenige Zimmer sind gemütlich, manche sind schlicht unbewohnbar. Die Angst vor der Katastrophe, der großen Inflation, irgendwas Schlimmem auf jeden Fall, bestimmt das Leben. Dazu kommen Streit, Negativität und zu viel Arbeit.

Hamstergene und Ordnungsliebe
Das Hamstergen habe ich geerbt und dem Drang, gerüstet zu sein zu widerstehen, ist im Kleinen und Alltäglichen oft ein Kampf für mich. Ich brauche keine PrestigeGegenstände, doch mich nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag mit Dosentomaten einzudecken ist eine echte Herausforderung. Weiterlesen

Über Herausforderungen und Abgrenzung

frischKannst Du Dich eine Woche nur von Vorräten ernähren? Sieben Tage lang nur von dem, was Du in Deinen (Kühl)Schränken findest – so lange der Vorrat reicht? Ohne vorher einzukaufen, so ganz spontan?

Die August-Challenge auf dem Blog Minima Muse klang mir wie auf den Leib geschneidert. Kreativen Konsumverzicht im kollektiven Selbstversuch, da mache ich mit. Das Hamstergen habe ich von meiner Familie mitbekommen, der Gefrierschrank müsste mal abgetaut werden, und den Küchenschränken will ich schon länger auf den Grund gehen. Und sicherlich kann ich mehr als eine Woche von dem leben, was wir zu Hause haben.

Doch schnell regte sich der Widerstand: Weiterlesen

Der Tod und die Reflexion des eigenen Lebens

Der Tod und Reflexionen über das LebenSterben? Ist das nicht was für alte Leute? Natürlich weiß ich, dass auch jüngere Menschen, selbst Babies, sterben, rein statistisch gesehen. Als ich am Donnerstag gedankenverloren durch meinen facebook feed scrollte fand ich die Todesanzeige eines Klassenkameraden. Das traf mich, das ganz anders als eine Statistik es kann. Das Gefühl der Betroffenheit begleitet mich auch heute noch, obwohl ich weder früher noch heute mit dem jungen Mann befreundet war, der bei einem Unfall ums Leben kam. Ich habe Mitgefühl für seine Familie, seine Freunde. Denke darüber nach, wie es ihnen geht. Wie es mir in einer solchen Situation ginge. Warum so etwas passiert.

Bedenke, dass Du sterblich bist

Und, wie sollte es anders sein, schnell die Reflexion über mein eigenes Leben. Lebe ich es so, wie ich möchte? Lebe ich entsprechend meiner Ziele und Ideale und geniesse gleichzeitig jeden Moment in vollen Zügen?  Würde ich etwas anders machen, wenn ich wüsste, dass ich morgen/nächste Woche/nächstes Jahr sterbe? Weiterlesen